Seeblick

In einer belebten Stadt einen menschenleeren Ort zu finden, ist oft nicht einfach, umso eindrücklicher empfand ich jene Nachmittagsstimmung oberhalb einer solchen Stadt am Genfer See im späten Herbst eines längst vergangenen Jahres. Plätze dieser Art wirken entrückt, ein klein wenig wie nicht zu dieser Welt gehörend, wenn sich dort keine Menschen aufhalten. Je älter…

Weiter lesen...

Nach dem Sturm

Natürlich sind die Kreidefelsen von Rügen ein wunderschönes Fotomotiv – jedoch war das Wetter an jenem Tag zunächst alles andere als einladend, stürmisch fegte nasskaltes Wetter über meinen Kopf hinweg. Und durch ihn hindurch, es war ein in vielerlei Hinsicht sehr stürmischer, unruhiger Tag, der Veränderungen aller Art zur Folge hatte. Für ein paar kurze…

Weiter lesen...

(K)ein Licht am Ende des Weges

Manchmal wird mir erst hinterher bewusst, warum ich ein Bild geschossen habe, auch wenn ich mit der Absicht hinaus gegangen bin, Bilder zu einem bestimmten Thema zu machen. Dieses Bild von einer Tunnelpassage ist ein Beispiel dafür. Es entstand vor gut vier Jahren, ich zog hinaus in die Stadt, um gezielt Bilder von Tunneln zu…

Weiter lesen...

Gewürzrausch

Ich koche gerne und wenn es irgend machbar ist, verwende ich frisch gemahlene Gewürze. Ich bin ein «Duftmensch», ich reagiere besonders auf gute und intensive natürliche Düfte, mit «chemischen» kann ich nichts anfangen, von den meisten bekomme ich schnell Kopfschmerzen, insbesondere von grauenhaften Parfums, die nicht nach etwas natürlichem riechen. Umso überwältigter und am Ende…

Weiter lesen...

Stoisch

Es war brütend heiss an jenem Tag in Istanbul, durch die Nähe zum Meer fast schon schwül. Ausser einigen Touristen wie mir trieben sich nicht viele Menschen am Fusse des Galata-Turmes in Karaköy herum, wer nicht unter freiem Himmel nicht tätig sein musste, verzog sich in den Schatten – wie jener ältere Mann, der auf…

Weiter lesen...

Matrix

Ein Produkt des Zufalls! An einem regnerischen Wintertag bastelte ich an einer Reihe von Zeitrafferaufnahmen, als ich jenes Einzelbild der Serie in dem riesigen Stapel von mehr als 11.000 Bildern entdeckte. Es zeigt die Bahnhofstrasse in Zürich, die Meile der Eitelkeiten schlechthin, zu später Stunde, menschenleer. Hier gehe ich nur ausgesprochen selten ausserhalb meiner beruflichen…

Weiter lesen...

Tagtraum

Ein sehr altes Bild! Ich schoss es an einem stark frequentierten Punkt in der Stadt, einer Tram-Haltestelle. Diese junge Dame sass dort sicherlich mehr als zwanzig Minuten, schien auf niemanden zu warten, auch nicht auf ein Tram einer bestimmten Linie. Ihre Augen beobachteten oder betrachteten auch nichts oder niemanden, ihr Blick reichte in einen viel…

Weiter lesen...

Palast der Tränen

Beim Stöbern in meiner inzwischen riesigen Bildersammlung stiess ich auf dieses Foto vom so genannten «Tränenpalast». Zu Zeiten der Berliner Mauer und der innerdeutschen Teilung war der «Tränenpalast» die Übergangsstelle von Ost- nach West-Berlin, lediglich Bürger der Bundesrepublik Deutschland und Angehörige der alliierten Streitkräfte durften hier passieren, Bürger von West-Berlin durften hier nicht hinein und…

Weiter lesen...

Sehen

Einige sehr wenige mir einstmals bekannte oder bis zum heutigen Tage immer noch sehr liebe Menschen merkten für mich vollkommen unvermittelt einst an, ich sei wie ein kleiner Junge, dessen Augen stetig wandern und entdecken würden. Ja, so bin ich, ich sehe sehr viel, diese Menschen hatten und haben Recht. Manchmal sehe ich zu viel,…

Weiter lesen...

Per aspera…

Diese Fotografie schaue ich mir immer wieder sehr gerne an, nicht nur, weil ich sie für recht gelungen erachte, sondern auch weil sie mich an einen besonderen Tag und einen ebenso besonderen Moment erinnert, mich selbst an eine meiner grundlegenden Funktionsweisen erinnert hat. Ich musste raus aus der Stadt, mich bewegen, weit weg von Menschen,…

Weiter lesen...