Vor längerer Zeit war irgendwo im Netz der Netze ein Wettbewerb ausgeschrieben. Man wurde dazu aufgefordert, eine Fotografie einzureichen, die auf welche Art und Weise auch immer an bestimmte Werke des Schweizer Künstlers «Ferdinand Hodler» erinnern. Ich musste gar nicht erst ein Foto machen, ich besass bereits eines, welches jenen Vorgaben entsprach. Entstanden ist diese Fotografie in einem Spätherbst auf dem Mont Moléson, an einem für diese Jahreszeit ungewöhnlich warmen Tag. Der Dunst der aufgewärmten Erde stieg aus den Tälern um den Mont Moléson herum auf und liess jene unter einem dichten Tuch verschwinden, das eigenartige Gegenlicht jenes Abends verwandelte die Konturen der umgebenden Berge in jenen fotografischen Scherenschnitt.
Für eine lange Zeit war ich hier mit jenem einzigartigen Anblick eins. Selten habe ich in den Bergen der Schweiz eine derart friedliche, fast schon überwältigend leise Atmosphäre erleben dürfen, in der meine Gedanken auf eine lange Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft gingen.