Ich kann mich nicht mehr daran entsinnen, wann ich einst jenes Bild schoss und ganz ehrlich ausgedrückt bin ich erst jüngst durch blanken Zufall wieder über dieses (Zufalls-)Bild gestolpert, aber dieses Bild hat mich daran erinnert, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich will – und vor allem, wer ich nicht bin, wo ich nicht her komme und wohin ich nicht will. Die meisten Menschen, die mir im Laufe meines bisherigen Lebens begegnet sind, waren entweder nicht in der Lage auszudrücken, was sie selbst für sich allein wollten, oder aber sie wussten es schlicht und ergreifend nicht, wie sie es ausdrücken könnten, schlimmer noch: In sehr vielen Fällen wussten sie noch nicht einmal, was sie selbst überhaupt wollten. Das Wesen Mensch neigt dazu, in erster Linie und vor allem an erster Stelle vor allem zum Ausdruck zu bringen, was er oder sie vor allem nicht will. Was aber Mensch will, das ist zuweilen nicht ausdrückbar, da fehlen zuweilen Worte. Wenn es um dieses Bild geht, so ist es vor allem ein Ausdruck dessen, was ich nicht will: Dort enden, wo die beiden Menschen im Hintergrund agieren, denn diese Sorte Mensch braucht keine Worte mehr um zum Ausdruck zu bringen, wie es um sie selbst bestellt ist, diese Sorte Mensch ist tot. Vielleicht waren und sind sie glücklich. Aber leben sie noch?
Ich möchte noch eine Zeit lang leben. So lange ich aber noch leben darf, so lange werde ich es solche Menschen im Hintergrund wissen lassen, dass ich noch nicht tot bin. Geschweige denn angepasst. Ich stehe Euch nicht im Weg, also steht mir gefälligst nicht im selbigen, meinem! Ihr könntet unter meine Räder kommen und wie sich das anfühlt, könnte ich in Worte kleiden. Aber ich mache das nicht. Das könnte angepasste Seelen überfordern.

Jens Liedtke Nicht wie, sondern warum.