Manchmal ist der Nebel in Zürich sehr dicht, so dicht, dass künstlich erzeugtes Licht fassbar erscheint, wie ein Speer in jenen Nebel sticht. Abgesehen davon, dass in jenen dichten Nebelbänken Dimensionen aufgehoben werden und man manchmal nicht mehr in der Lage ist zu erkennen, wo ein Anfang und ein Ende ist, sich sogar die Akustik so sehr verändert, dass scharf klingende Töne auf einmal weich und und fast schon warm klingen und mir damit ein nicht genau fassbares Gefühl von Geborgenheit geben, liebe ich es, die tausenden von winzigen Wassertröpfchen, aus denen der Nebel gemacht ist, im Scheinwerferlicht eines Trams in einer Endhaltestelle zu betrachten. Hier im Lichtstrahl schaue ich oft ihrem eigenwilligen Tanz zu einer nicht hörbaren Musik zu. In solchen Nächten erkenne ich immer wieder, welche verändernde Kraft Nebel auf mich ausübt. So schön *bekannte» Dinge wie Licht im Nebel auch erscheinen mögen, so sehr liebe ich es, wenn der Nebel mich in Räume versetzt, die keinen Anfang und kein Ende haben, alle Bezugspunkte, die unsereins Tag für Tag zu brauchen meint, einfach still und leise verschwinden lässt und dennoch warm und vertraut erscheint.