Diese Fotografie schaue ich mir immer wieder sehr gerne an, nicht nur, weil ich sie für recht gelungen erachte, sondern auch weil sie mich an einen besonderen Tag und einen ebenso besonderen Moment erinnert, mich selbst an eine meiner grundlegenden Funktionsweisen erinnert hat. Ich musste raus aus der Stadt, mich bewegen, weit weg von Menschen, zu mir selbst finden und zur Ruhe kommen. Das gelingt mir meistens nur dann, wenn ich alleine unterwegs bin und etwas mache, was mich an meine Grenzen bringt. Ich brauche das ab und an, dieses mich wieder an meine Grenzen erinnern. Manchmal muss ich sehen, ob es überhaupt noch Grenzen sind oder aber ob ich sie noch mehr wahren sollte, als zuvor. So stapfte ich nichtsahnend (aber nicht unvorbereitet) zum ersten Mal in meinem Leben vollkommen alleine irgendwo in den Bergen durch den frisch gefallenen Tiefschnee. Je länger ich unterwegs war, umso weniger nahm ich irgendwelche Anzeichen von Zivilisation wahr, irgendwann war ich mit dieser an jenem Tag so wunderschönen Natur vollkommen alleine und hatte somit die Gelegenheit, an jenem Tag an diesem Ort als erster Mensch diese Ansicht geniessen zu dürfen. Allein für diesem Anblick hatten sich alle Mühen, die ich bereits hinter mich gebracht hatte, gelohnt. Ich sass recht lange dort und genoss jene einzigartige Ruhe und Schönheit, die man nur hier oben finden kann, weit weg von jedem anderen Menschen. Ich war ein klein wenig stolz auf mich selbst, diesen Weg zu «meinen» Sternen auf mich genommen und auch geschafft zu haben.