Hin und wieder betrachteten mir bekannte Menschen meine Bilder und bewerteten diese mit jener für die Schweiz typisch indifferenten Bezeichnung «speziell», was aber genau an jenen für sie «speziell» war, können nur die wenigsten in aussagekräftigere Worte fassen. In den meisten Fällen kann ich auf Nachfrage ermitteln, dass sie meine Sichtweise auf Dinge, Menschen, Landschaften und anderes zumindest in der Form, wie ich sie im Bild fest gehalten habe, so noch nicht zu sehen bekommen haben. Ob sie damit meine Bilder nun «gut», «ansprechend», «widerlich» oder was auch immer empfinden, bleibt mir meistens verschlossen. Ich möchte Ihnen hier nicht erklären, wie und mit welchen speziellen technischen Hilfsmitteln (von denen ich ohnehin nur sehr wenige verwende) ein bestimmtes Foto entstanden ist, sondern warum, welche Intuition oder meinetwegen auch Emotion mich dazu bewegt hat, auf den Auslöser zu drücken – nicht gerade selten auch unter vollkommener Ignoranz vermeintlich allgemein gültiger Regeln, was «man» beim Erstellen einer Fotografie zwingend zu beachten hat, damit diese vermeintlich «gut» wird. Ganz ehrlich: Mir ist es vollkommen egal, ob «man» meine Fotos in technischer Hinsicht als «gut» erachtet oder nicht! Zuweilen sind es insbesondere die nicht perfekten Ansichten, die ein Foto besonders, interessant oder zumindest sehenswert machen. Manchmal spiegeln gerade die technisch nicht vollendeten Fotografien die Seele des Menschen, der sie gemacht hat. Hier möchte ich Ihnen eine Auswahl der Fotografien zeigen und bis zu einem gewissen Grad «erklären», die ich mir selbst immer mal wieder gerne ansehe, um wieder in eine Atmosphäre einzutauchen oder einen bestimmten Moment erneut zu erleben. «Strange Light» ist somit eine Sammlung meiner «Lieblingsbilder», nicht mehr – aber auch nicht weniger. Warum sie aber für mich besondere Bilder sind, sollen Ihnen die Begleittexte verdeutlichen.